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~*~ Was ist das? ~*~



Ich möchte mit dieser Seite Menschen ansprechen, denen es ähnlich geht wie mir, denn ich weiß, dass es solche Menschen gibt (ich kenne selbst einige, denen es so geht). Sicherlich kennen viele die vielen Berichte über Pro Anorexie und Pro Bulimie, aber Pro Selbstverletzendes Verhalten (kurz SVV) kennen wohl die Wenigsten.
Ich war mir nie sicher, ob es Menschen gibt, die so denken wie ich. Ich kannte bisher nur Foren in denen geholfen wurde, von seinem SVV wegzukommen. In denen zensiert wurde, was das Zeug hält. Meinungsfreiheit? Keinesfalls. Man könnte die anderen ja triggern - Egal, ob man deshalb vielleicht seine Meinung nicht sagen darf. Vielleicht war das auch der Grund, wieso ich mich in diesen Foren nie wohlgefühlt habe?
Naja hier soll es nicht um die Foren gehen, sondern um die Sache selbst. Es gibt einfach Momente, in denen man nicht kämpfen kann. Gegen eine Krankheit zu kämpfen ist schwer. Und anstrengend. Viele Therapien schlagen nicht an und es ist schwer einen guten Therapeuten zu bekommen. Die meisten Wege führen zum Psychologen. Medikamente. Oder Klinik.
Aber wieso?!
Weil jemand mir sagt "Das ist nicht gut, hör auf!"? Ich habe mich immer daran gestört, denn es ist mein Körper. Jemand der sich tattoovieren lässt - sagt dem jemand er soll es nicht tun? So etwas ist auch eine "Selbstverletzung". Und man kann nicht so einfach aufhören, wenn man dort erst einmal drin ist (und man muss erst richtig drin sein, um überhaupt selbst aufhören zu wollen. Als ich noch am Anfang stand, da wollte ich keine Worte hören, wie 'hör auf, noch könntest du das leicht schaffen'. Und ist man dann erstmal drin, kann man nicht mehr so einfach da raus...). Und wenn man es überhaupt schafft, dann dauert es lange. Denn es ist viel einfacher sich ein Messer zu nehmen und sich zu schneiden, als wie es für einen Junkie ist, an seinen Stoff zu kommen. Der Stoff ist immer da. Die Erinnerungen, die Auslöser. Das hört nicht auf, es gibt immer wieder neue Auslöser. Arbeitet man an einer Baustelle, so taucht schon die nächste auf.
Ich selbst mache nur Therapie, weil es von mir erwartet wird. Aber ich weiß, dass ich selbst es nicht lassen will. Es ist eine Hassliebe und ich brauche es (manchmal).
Außerdem habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass man sich weniger verletzt, wenn man nicht dabei ist, aufzuhören. Der Druck ist weg. Man denkt sich "Ja und, dann passierts halt" oder "Ja und, es ist passiert?", was besser ist, als "Scheiße, ich darf nicht!". Denn wenn man die ganze Zeit daran denkt, es nicht zu tun, wird man es unter dem Druck irgendwann eh tun. Und dann vielleicht viel stärker als sonst...
So gesehen, hat die Einstellung von Pro (oder eher "with" ) SVV nichts gefährliches. Nicht gefährlicher, als der normale Alltag einer Person, die sich selbst verletzt. Es geht nicht darum, sich so oft wie möglich zu verletzten. Es geht nicht darum, sich besonders tief zu schneiden (oder ähnliches). Es geht darum, so gut wie möglich damit umzugehen. Auch ohne Therapie oder Medikamente. Ohne zu Kämpfen. Wir freuen uns genauso über jeden Tag ohne SVV, wie Leute mit einer Contra-einstellung. Aber es gibt dennoch einige Unterschiede:
- Wir reden offen, über ALLE Themen, die SVV betrifft (auch wenn sie etwas 'heikler' sind)
- Wir machen uns keinen Stress, wenn wir Druck haben (für uns ist Fallen keine Schande)
- Wir versuchen mit unserem SVV zu leben (weil wir wissen, dass wir es ohne nicht könnten, oder zur Zeit nicht könnten)
- Wir geben auch mal zu, dass wir Narben oder Wunden schön finden, ohne SVV als Kunst darstellen zu wollen (was dann wohl ein anderes Extrem im Gegensatz zu Contra ist)






(* Picture by Deviantart)